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Zungenpiercing - und die Zähne?

03. Feb 2016


Zungenpiercing ja – aber Zähne schützen!

 

Bei Piercingschmuck wird überwiegend Edelstahl (Titan oder Chirurgenstahl) in unterschiedlichen Legierungen verwendet, um Allergien beziehungsweise Unverträglichkeiten zu vermeiden. Allerdings häufen sich seit dieser Zeit die Fälle, in denen die Zähne von Zungenpiercingträgern in Mitleidenschaft gezogen werden.

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Welche Schäden können entstehen?

In vielen Zahnarztpraxen stellen die behandelnden Ärzte zum Teil massive Schädigungen der Zähne von Patienten mit Zungenpiercings fest. Der in der Zunge befestigte Piercingschmuck besteht oft aus schwerem Stahl und wird durch die dauernd aktive Zunge zur extremen Belastung. Unbewusstes Spielen mit dem Piercing, so etwa mit dem Piercing an die Zähne zu klopfen oder es mit der Zunge an die Zähne zu pressen, führt zu Schädigungen des Zahnschmelzes, dem Abbruch von Kanten und Ecken und sogar zu einer Verschiebung der Vorderzähne.
Beim Zungenpiercing besteht zudem immer ein Restrisiko, durch das Stechen einen Nerv zu verletzen.

 

Ein weiteres Problem stellen die häufig verwendeten Metalle der Piercings selbst dar. Aufgrund der Metall-Legierungen enthalten selbst Titan- oder Edelstahl-Piercings geringe Bestandteile an Gold und Nickel sowie andere Metalle. Durch den permanenten Kontakt mit dem Piercing kann es zu Abwehrreaktionen des Körpers kommen. Darüber hinaus können im Mund Reaktionen hervorgerufen werden, die durch den Kontakt der Metalle mit säurehaltigem Speichel auftreten. Dabei entsteht ein sogenannter galvanischer Effekt, ein Stromfluss, der zur Zersetzung der Metalle beiträgt, die dann wiederum vom Körper aufgenommen werden.


Zahnschonende Piercing-Materialien verwenden?

Wer nicht auf das Zungenpiercing verzichten möchte, sollte sich Alternativen zu den Schmuckstücken aus Edelstahl- und Titan-Legierungen überlegen. So bieten sich ebenso allergenfreie Materialien wie Kunststoffe oder natürlicher Piercingschmuck aus Horn, Holz oder denaturierten Knochen an, der auch in der Chirurgie verwendet wird. Dieser Schmuck ist wesentlich leichter und besitzt eine geringere Härte als Stahl.

 

Wichtig für den Träger oder die Trägerin ist die gute und hochwertige Verarbeitung der jeweiligen Schmuckstücke, um später etwa durch raue Oberflächen Verletzungen im Mund-Innenraum zu vermeiden. Holz und Horn bergen zudem die Gefahr, auf Grund ihrer wasserziehenden Eigenschaften Bakterien anzureichen. Dementsprechend sind Piercings aus denaturiertem Knochen für den Mundraum vorzuziehen.

Herumspielen mit dem Piercing vermeiden

So wie manches Mal unbewusst auf einem Kugelschreiber oder einem Bleistift gekaut wird, so stellt das Zungenpiercing praktisch eine dauerhafte Versuchung dar, damit herumzuspielen und dies natürlich an den Zähnen. Dabei unterschätzen die Träger des Piercings die Gefahren. Auch bei leichteren Materialien bleibt die Versuchung groß, das Piercing an die Innenseite der Vorderzähne zu drücken, was langfristig zu einer Veränderung der Zahnlage führt.

 

Auf diese Weise funktioniert das Zungenpiercing wie eine Zahnspange von innen, welche die vorderen Zähne jedoch nach außen verschiebt, wobei überwiegend die oberen Vorderzähne betroffen sind. Die Folge kann ein sogenannter Überbiss sein. Dem kann nur in der Form entgegengewirkt werden, dass sich der oder die Trägerin des Zungenpiercings darüber bewusst wird und so die meist unbewusste Handlung unterlässt.

 

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von www.piercingline.com, Anbieter von Zungenpiercings sowie weiterem Piercingschmuck.

Bildnachweis

 

©tongue strongest muscle (TRF Mr Hyde/Flickr CC BY 2.0)

 

 




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