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DKV zahlt nach gerichtlichem Vergleich

05. Sep 2014


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In einem Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Stuttgart äußerten die Richter Zweifel an der ablehnenden Entscheidung des Gerichts der ersten Instanz zur Frage der Kostenerstattung für Implantate aus Keramik. Das Landgericht Stuttgart hatte die Klage mit ausführlicher Begründung abgewiesen. Es sah keine Gründe dafür, von der Nutzung der allgemein anerkannten Implantate aus Titan im streitigen Behandlungsfall abzuweichen.

Das Oberlandesgericht Stuttgart wählte einen anderen Ansatz. Danach könne allein schon die Praxiserprobung einer neuartigen Methode für eine Kostenerstattung im Rahmen einer privaten Krankenversicherung ausreichend sein. Eine genauere wissenschaftliche Überprüfung des möglichen Behandlungserfolgs sei hingegen nicht erforderlich. Eine abschließende Entscheidung machte das Gericht dennoch von einer in Aussicht gestellten erneuten Befragung des Sachverständigens abhängig.

Vor diesem Hintergrund unterbreitete das Gericht den Parteien zur Verfahrensbeendigung einen Vergleichsvorschlag, der eine anteilige Kostenübernahme vorsah. Das wollte die klagende Versicherungsnehmerin nicht akzeptieren. Stattdessen schlug sie vor, dass der volle tarifliche Erstattungsbetrag ausgezahlt werde. Im Gegenzug wollte sie für 5 Jahre auf jegliche Versicherungsleistungen für Nachbesserungs- und Reparaturmaßnahmen in Bezug auf die eingebrachten Keramikimplantate verzichten. Auf dieser Basis einigten sich die Parteien des Verfahrens.



Veröffentlich wurden Daten von uns z.B. in der Zeitschrift BioNanoMaterials (publiziert Scholz, H., BioNanoMaterials 14:2013).


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Die Abbildung zeigt die über die Jahre zunehmende, sehr hohe Erfolgswahrscheinlichkeit von vollkeramischen Implantaten.


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Die klinische Situation eines zahnlosen Patienten. Durch keramische metallfreie Implantate hat der Patient eine funktionell perfekte, ästhetische sehr befriedigende Lösung erhalten, die auch absolut bioverträglich ist, weil keinerlei Metalle verwendet wurden.




Über den Autor

Dr. Holger Scholz

Dr. Holger Scholz ist Zahnarzt und Leiter der zahnärztlichen Tagesklinik Konstanz mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Die Tagesklinik Konstanz ist eine integrative Klinik für biologische Zahnmedizin mit assoziierter Abteilung für Umweltmedizin unter der Leitung von Dr. Joachim Mutter (www.envimed.de). Er ist Referent und Autor zu Themen aus den Bereichen metallfreie Zahnmedizin und integrative Behandlungskonzepte. Dr. Scholz ist sehr erfolgreich als Peak Performance Coach (zertifizierter NLP-Master und Coach) tätig und beschäftigt sich intensiv mit nachhaltig erfolgreichen Lebenskonzepten, hier v.a. mit den Zusammenhängen von Ernährung, Sport, innerer Haltung und Erfolg.


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Geschrieben von Spahl,Susanne am
Habe ich als Kassenpatientin mit Zahnzusatzversicherung auch eine Chance meine Zähne alle so zu ersetzen?

Geschrieben von Dr.HolgerScholz am
Guten Tag Frau Spahl, grundsätzlich sind Implantate eine normale zahnmedizinische Leistung, für die es in der Gebührenordnung Abrechnungspositionen gibt. Wenn Ihr Vertrag bestimmte Leistungen nicht ausschließt, dann sollten Sie einen Zuschuß von der privaten Zusatzversicherung bekommen. Bei manchen Zusatzversicherungen ist die Leistungspflicht an eine Vorleistung der gesetzlichen Versicherung gekoppelt. Sie können aber immer beim Kundenservice Ihrer Versicherung nachfragen. Der sicherste Weg ist es, vor Behandlungsbeginn einen Kostenvoranschlag bei der Versicherung einzureichen.

Geschrieben von Sylvia Zeller am
Die Frage von Frau Spahl war wohl eher, ob auch die Gesetzliche Krankenkasse die Kosten trägt.
Viele Umweltkranke sind ja schon lange krank und beziehen wenig bis kein Einkommen, wodurch sie in der GKV versichert sind. Gerade diese Patienten aber wären zur Gesundung/Verbesserung auf die Entfernung von Zahnmetallen angewiesen.
Im Weg aber steht die Kostenfrage...

Geschrieben von Dr.HolgerScholz am
Da wir keine Kassenzulassung haben kann ich Ihnen zur Erstattungspraxis gesetzlicher KK leider nicht viel sagen. Soweit ich weiss, können Sie einen Zuschuss zu Kronen (auch auf Implantaten) bekommen, die Implantate selber werden m.W. jedoch nicht bezuschusst.

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